Etappe 07

Etappe 07 Porto Koufo – Crotone  Alleine

52. mit dem Flug nach Thessolaniki und dem Bus nach Porto Koufo (Montag, 12.08.13)

Ich freue mich jetzt, wieder zu meiner Reise zurück zu kehren. Die Zeit zu Hause war zwar gut – und ich bin auch wieder mit funktionsfähigem Laptop ausgerüstet – aber eben auch ein bisschen ein Kulturschock.

53. Porto Koufo (Dienstag, 13.08.13)

Am Schiff stehen einige Wartungsarbeiten an:

–  die Vorfilter im Wasserabscheider müssen dringend ausgebaut und gereinigt und anschliessen das System wieder entlüftet werden. Ich hab beim letzteren in der Zwischenzeit bereits 2mal zugeschaut und bin zuversichtlich dass ich das schaffe.

– der Aussenborder vom Dingi läuft auch nicht mehr. Mal schauen…

– und dann ist vor allem aufräumen angesagt

54. Porto Koufo ÄM218 – Kyra Pagania ÄM313 (Mitwoch, 14.08.13)

Abfahrt Koufo 10:15h gefahrene Km 95 – Total Strecke bisher 4109km Ankunft in Kyra 16:15h

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Es war heute sehr ruhig draussen und dies war mir sehr willkommen an meinem ersten Trip alleine übers Meer. Ich musste heute nach einer halben Stunde noch einmal eine Zwangspause einlegen, da der Steuerbordmotor nicht auf die gewünschte Tourenzahl kam. Ich habe dann in einer Bucht geankert und kurzum an beiden Motoren die Filter auch noch gewechselt. Jetzt laufen die beiden wieder wie’n es Örgeli.

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Die Insel Kyra Pagania ist die erste Nisos – heisst Insel (es gibt noch einige Nisidas – Inselchen) – der Sporaden. Sie ist unbewohnt, ausser einiger Ziegen- und Schafherden. Ich habe eine wunderschöne Bucht gefunden…

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… und entschieden hier die Nacht vor Anker zu verbringen…

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Die Wanderung über die Insel heute Morgen tat mir sehr gut…

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…und ich habe heute auch wirklich sehr viel Zeit, weil die geplante Strecke nur bis zur nächsten Insel geht – etwas mehr als 25km. Wenn ich nicht dringend Wasser bräuchte und auch alle Batterien nach aufladen schreien würden, würde ich noch ein zwei Tage hier in der Abgeschiedenheit verweilen.

 

55. Kyra Pagania ÄM313 – Alonnisos Paitri ÄM 340 (Donnerstag, 15.08.13)

Abfahrt Kyra 11:15h gefahrene Km 27 – Total Strecke bisher 4136km Ankunft in Alonnisos 12:30h

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Die Insel Alonnisos mit ihrer langgezogenen und schon etwas belebteren Küste ist im Gegensatz zu den bisherigen bewohnten Inseln die ich gesehen habe, recht üppig bewachsen…

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…Ebenso Ihre Nachbarinsel Peristera.

Ich wusste nicht, dass heute Maria Himmelfahrt ist. Ich wusste schon gar nicht, dass dies einer der wichtigsten Feiertage der griechischen Insulaner ist und dass von allen umliegenden Inseln die Menschen an diesem Abend genau hier nach  Alonnisos kommen um gemeinsam zu feiern. Zum Glück bin ich sehr früh im Hafen angekommen und habe noch einen Platz gefunden.

Als Costa die Schweizerfahne sah, kam er auf mich zu. Er ist als Grieche in Griechenland in den Ferien, arbeitet aber sonst in der Ostschweiz. Auch ihn hat es mit ein paar Freunden und seiner Charteryacht hierhergezogen…

…und schon war ich mitten drin im griechischen Fest mit Tradition, Folklore und Tanz die ganze Nacht…

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…so der Sirtaki, der Tanz bei dem alle im Kreis dem einen Tänzer zu klatschen und der seinen Tanz dann an den nächsten übergibt…

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…Costa und Crew ich danke Euch für diese unvergessliche Nacht.

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56. Alonnisos Paitri ÄM 340 – Euböa Kimis ÄM 408 (Freitag, 16.08.13)

Abfahrt Alonnisos 14:00h gefahrene Km 68 – Total Strecke bisher 4204km Ankunft in Kimis 16:30h

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Auch diesen Ort wie so mancher schon verlasse ich mit guten Erlebnissen im “Rucksack”…

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…ich habe bis 14h gewartet bis sich der Wind etwas legte und bin dann auf direktem Weg hinüber zur grössten griechischen Insel der Euböa. Allerdings habe ich nicht wie ursprünglich geplant die Innenseite der Insel angesteuert um danach durch den Kanal von Korinth zu fahren. Auf Empfehlung von Costa habe ich mich für eine völlig andere Route entschieden – Ihr werdet sehen…

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Die raue, eindrückliche Küste der Euböa wird mich noch einige Km begleiten auf der nächsten Teilstrecke.

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Kimis ist nicht gerade das was ich mir unter einer schönen griechischen Ortschaft vorstelle. Trotzdem, auch hier habe ich nur gute freundliche Menschen kennen gelernt. Und es ist kaum zu glauben, eine super Internetverbindung!…

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57. Euböa Kimis (Samstag, 17.08.13)

…So ist es den auch nicht al zu schlimm, dass ich hier etwas ausharren muss. Der Wind ist einfach zu stark und ich werde erst fahren bei Beaufort 3-4. Ich nutze Die Zeit um aufzuarbeiten und anstehende Büroarbeiten zu erledigen.

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58. Euböa Kimis ÄM 408 – Andros Gavrio ÄM513 (Sonntag, 18.08.13)

Abfahrt Kimis 14:00h gefahrene Km 105– Total Strecke bisher 4309km Ankunft in 18:30h

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Obwohl ich lange gewartet habe  vor meiner Abfahrt heute war die Überfahrt eher an der Grenze. Vor allem das Anlegen im Hafen, hier in Gavrio bei Windstärke 6 (über 45Km/h) und alleine auf dem Schiff, brachte mich kurze Zeit an meine Grenzen. Doch auch hier haben sich schlussendlich viele helfende Hände eingefunden.

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Kaum hatte ich angelegt ging es los. Fast im Stundentackt kam eine Fähre nach der andern und es war entsprechend Hochbetrieb…

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…Die strenge Überfahrt hat mich müde gemacht. So reichte es grad noch für ein Abendessen im der Taverne und dann merkte ich nichts mehr von den Fähren, die auch in der Nacht nicht ruhten.

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59. Andros Gavrio (Montag, 19.08.13)

Ich habe mich entschlossen die Insel zu erkunden und habe dafür einen griechischen Elektroscooter gemietet. Also, so war er zumindest angeschrieben. Der Vermieter hat mich dann instruiert, dass ich nur Supperbenzin tanken dürfe. Auf meine Frage hin was den da elektro sei, hat er mir erklärt, dass er elektrisch gestartet wird :-).

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Das Dorf Batsi und weit abseits oben auf dem Berg der Friedhof

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Andros ist sehr wasserreich und dem entsprechend auch stärker besiedelt als andere Inseln. An einigen Orten wurden Kapellen um die Quellen gebaut. Das Bewusstsein für Trinkwasser hat auf diesen Inseln einen andern Stellenwert.

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Ein Gebäude in Korthiou – nicht etwa eine Ruine – nein, das Gebäude wird eben erst gebaut.

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Die Stadt Andros oder Chora wie sie hier genannt wird liegt auf einer Halbinsel zwischen zwei Buchten, auf der Südostseite der Insel. Sie bildet als Hauptort zugleich das soziale-, wirtschaftliche- und kulturelle Zentrum.

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60. Andros Gavrio ÄM513 – Kythnos Loutra ÄM570 (Dienstag, 20.08.13)

Abfahrt Andros 12:00h gefahrene Km 57– Total Strecke bisher 4366km Ankunft in Loutra 14:30h

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Hier bin ich nun schon seit 4Tagen. Der Wind bläst fast permanent über 6 teils sogar 7 Beaufort gestern war die Prognose noch besser für heute, aber so wie es aussieht, werde ich erst morgen fahren können. Nun, hier ein paar Bilder von der recht schönen Insel.

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Meine Nachbarn im Hafen – drei mal Österreich vom Millstettersee – war schön wieder mal ein bisschen deutsch zu sprechen.

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61. Kythnos Loutra (Mitwoch, 21.08.13)

Ihnen macht der Wind nichts aus, im Gegenteil, Sie können gehen.

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62. Kythnos Loutra (Donnerstag, 22.08.13)

Die Thermalquelle und das Thermalbad von Loutra. Baden im heissen Wasser kann man hier aber auch gleich am Strand. Das 56Grad warme Wasser fliesst hier direkt ins Meer.

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63. Kythnos (Freitag, 23.08.13)

Mein Ausflug nach Merikhas mit dem Bus 30Min. für 12Km.

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So wie es aussieht werde ich morgen sehr früh abfahren können – mein nächstes Ziel Milos…

 

64. Kythnos Loutra ÄM570 – Milos Adamas ÄM661 (Samstag, 24.08.13)

Abfahrt Kythnos 06:15h gefahrene Km 91– Total Strecke bisher 4366km Ankunft Milos 11:15h

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Ich wollte sicher sein, dass ich das Wetter bzw. die Windstille nicht verpasse und so fuhr ich gestern bereits bei Sonnenaufgang los…

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…und das hat sich gelohnt. Ich hatte auf meiner Reise auf dem Meer bisher noch nie eine so ruhige Überfahrt – das reinste Vergnügen…

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…So präsentierte sich die Inselwelt der Ägäis von ihrer besten Seite. Backbord im Vordergrund die Insel Sifnos und dahinterliegend die Gruppe Despotiko, Antiparos, Paros und ganz hinten Naxos…

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…und später auf steuerbord Andimilos…

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…und voraus mein Tagesziel, Milos mit ihren Begleiterinnen Kimolos und Polyagos.

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So liegt Faustino gut vertaut im Hafen von Adamas der zentralen Stadt der Insel. Ich habe vor hier zwei drei Tage zu verweilen…

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…deshalb ist der Scooter auch hier eine gute Lösung und gibt mir die Möglichkeit die Insel zu erkunden.

– Bei dieser Gelegenheit ein Dankeschön an Dich Claudia für Deine telefonische Beratung in Sachen milossche Sehenswürdigkeiten. –

Mein erster Ausflug gestern ging an die Südküste nach Paliochori…

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…Auf der einen Seite der Strand mit Scheiaweia – auf der anderen Seite, eine Bucht weiter, keine Menschenseele…

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…Ich habe mich für die andere Seite entschieden. Das gelbe an diesen Felsen ist übrigens Schwefel und hinter den Felsen blubbert das heisse Wasser aus dem Boden.

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Um den nächsten Fels herum liegt diese Höhle. Links hinein ist eine natürliche Sauna. wirklich schön…heiss.

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65. Milos Adamas (Sonntag, 25.08.13)

Heute habe ich vor, an der Nordseite der Insel die Küste von Sarakiniko zu erkunden und später nach Pollonia zu fahren am Nordwestzipfel der Insel.

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Die Kreidefelsen von Sarakiniko wurden und werden vor allem durch den Wind in diese skurrilen Formen gebracht. Diese Stollen unten sind jedoch eindeutig nicht “windig”.

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Die Komposition von blau und weiss – konsequent griechisch.

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Auch hier findet sich ein lauschiges Plätzchen.

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Pollonia ist ein hübscher kleiner Ort mit freundlichen Menschen.

– Obschon, für mich ist in dieser Hinsicht bereits ein kleiner Unterschied zu spüren, zwischen der Touristeninsel Milos und all den anderen Inseln und Orten die weniger bekannt sind-

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So oder so, es hat sich gelohnt hierher zu fahren…

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…und jetzt gute Nacht, bis morgen.

66. Milos Adamas ÄM661 – Milos Kleftiko ÄM688 Ankerplatz (Montag, 26.08.13)

Heute Vormittag habe ich noch die alten Schwefelmienen von Thiorichio besucht, und bin dann gegen 16h abgefahren um in der Bucht von Kleftiko die Nacht vor Anker zu verbringen.

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Dieser Ort hat schon fast etwas magisches an sich.

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Und dann die Kurze Fahrt nach Kleftiko…

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…nein, das ist kein Gletscher sondern Kreide…

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Ich gehe sehr früh schlafen, weil ich Morgen wieder bei Sonnenaufgang fahren muss wegen dem Wind.

 

67. Milos Kleftiko ÄM688 – Kythira ÄM813 (Dienstag, 27.08.13)

Abfahrt Milos 06:15h gefahrene Km 125 – Total Strecke bisher 4609km Ankunft Kythira 13:30h

 

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Der Sonnenaufgang neben Milos…

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…das Meer fast schon gespenstisch ruhig…

OLYMPUS DIGITAL CAMERA…bei diesem Wetter konnte ich mit 10Knoten in der langsamen Fahrt den Autopilot rein und gemütlich in meinem Buch lesen. Nach 7.25Stunden habe ich den kleinen Hafen von Kythira erreicht.

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Ich hatte das Bedürfnis nach Bewegung und bin bis nach Chora gewandert – Also, zur Erklärung: Chora ist jeweils die Hauptstadt bzw. der Hauptort der Insel. Meistens heisst der dann gleich wie die Insel – hier eben Kithira –

In dieser Ermitage soll der Apostel Paulus einen Teil seines Evangeliums geschrieben haben, nachdem er auf seinem Weg nach Rom (gemäss neueren Erkenntnissen nicht in Malta sondern) in Kefalonia und dann auch auf Kythira gelandet sein soll…

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…leider war die Türe verschlossen.

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Ein schönes und sehr gepflegtes Städtchen, hoch oben auf dem Berg…

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…mit Blick auf Faustino.

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68. Kythira ÄM813(bzw. Ionisches Meer IM0) – Pylos IM159 (Mittwoch, 28.08.13)

Abfahrt Kythira 07:15h gefahrene Km 159 – Total Strecke bisher 4768km Ankunft Pylos 13:45h

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Ich wäre gerne noch etwas in Kythira geblieben, der Wind gabt mir aber heute morgen ein Zeitfenster von wenigen Stunden in denen ich einigermassen gut fahren konnte. Laut Prognose würde dies erst am Samstag wieder so sein. Dann also los Richtung Peloponnes ans Festland.

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oben: Am Schiff war eine kleine Reparatur zu erledigen, so habe ich hier eine kurze Rast gemacht, am zweiten der drei Finger des Peloponneses.

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Hier hätte es mir auch gefallen zum übernachten, mein Tiefgang war aber nicht für diesen Hafen geeignet, und zum Ankern hatte ich keine Lust, auch wenn da gleich an 2 Schiffen die Schweizerfahne flatterte.

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So bin ich dann in Pylos gelandet. Ich habe das Gefühl, dass ich in einem völlig anderen Land angekommen bin. Wo sind al die weissen Häuser mit den blauen Türen und Fenster hin? Die ganze Architektur und auch die Ortsgestaltung scheint hier sehr stark vom nördlichen Einfluss geprägt. OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wie es aussieht werde ich auch hier nicht verweilen können, und bereits morgen nach Zakynthos weiter reisen.

 

69. Pylos IM159 – Zakinthos Stadt IM281 (Donnerstag, 29.08.13)

Abfahrt Pylos 06:30h gefahrene Km 122 – Total Strecke bisher 4890km Ankunft Zakinthos 11:15h

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Pylos hat mich nicht gehalten…

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…Diesmal schien mir die Sonne vom Peloponneses her und leuchtete mir den Weg in Richtung Zakinthos…

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…Das Meer war einigermassen ruhig heute Morgen und die einzige Begegnung auf der heutigen Strecke war dieser Frachter und dann kam das lange Nichts…

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…bis dann endlich in der Ferne mein Ziel auftaucht…

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…Wie schon gesagt, eine völlig andere Welt. Ich habe dann auch erfahren, warum hier die Menschen irgendwie anders drauf sind. Diese Gegend ist schon mal viel touristischer und es ist die klassische Chartergegend von Griechenland. Alleine im Hafen von Lefkas sollen rund 3000 Segelyachten zur Vermietung stehen…

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…nichts desto trotz, auch hier kann man nette Leute treffen und – Elena, hier hätten wir auch super shoppen können.

 

70. Zakinthos Stadt IM281 Zakinthos Agia Nikolaos IM314 (Freitag, 30.08.13)

Abfahrt Zakinthos Stadt 07:15h gefahrene Km 33 – Total Strecke bisher 4923km Ankunft Zakinthos Agia Nikolaos 08:30h

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So, das war eigentlich geplant heute, rund 160Km bis Paxos mit Mittagsrat auf Ithaka…

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…und das ist dabei heraus gekommen. Die Windprognosen waren sehr vielversprechend heute Morgen Bf 3-4, aber die Wellen, die entsprachen mindestens einer Windstärke 6…

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…So wurde dies im wahrsten Sinne des Wortes zu meinem Schutzhafen in den ich  flüchtete.

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Hier ist es ruhig und ich platziere mich zwischen Russland und Frankreich und entsprechend lädt der Abend auch zu Unso und Wodka und natürlich Jeune Prune vom Zelgli…

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Aber nun zu Dir Rolf, findest du nicht, dass dies langsam langweilig wird?…

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71. Zakinthos Agia Nikolaos IM314 – Zakinthos Agia Nikolaos IM321 (Samstag, 31.08.13)

Abfahrt Zakinthos Agia Nikolaos 11:00h gefahrene Km 7 - Total Strecke bisher 4930km Ankunft Zakinthos Agia Nikolaos 11:30h

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So, und jetzt aber – s. oben mein Plan…

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…und – s. oben was daraus geworden ist – einen Grund um auch die andere Seite der Bucht zu erwandern…

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…Diese alte Ölmühle soll im nächsten Jahr wieder renoviert und in Betrieb genommen werden…

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…Mal schauen, ob es Morgen geht mit der Überfahrt, sieht vielversprechend aus…

 

72. Zakinthos Agia Nikolaos IM321 – Crotone (Italien) IM708 (Sonntag, 01.09.13)

Abfahrt Zakinthos Agia Nikolaos 10:00h gefahrene Km 387 - Total Strecke bisher 5317km Ankunft Crotone 23:30h

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So, und nun noch zum Abschied von Zakinthos und zugleich auch von Griechenland ein Bild von Dimitri, der zusammen mit seiner Verlobten die gute Seele des Hafens ist. Ein sehr schöner Abschluss von Hellas so wie ich es zumindest in den ersten 2,5Wochen erleben durfte.

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Ich habe mich heute entschieden den grossen Sprung über das ionische Wasser zu wagen. Die nördlichen Inseln – Kefalonia, Ithaka, Lefkas,  Andipaxos, Paxos und schliesslich Korfu, werde ich auslassen müssen. Ich möchte spätestens am 04.09.13 zuhause sein.

Italien…

…dies ist nach einer Vielversprechenden Abfahrt in Agia Nikolaos das Letzte Bild von Griechenland. Noch ca. 30Km und ich werde die griechische Gastlandflagge einziehen.

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Apropos Ithaka – oben im Bild, in der Mitte zwischen Kefalonia und Lefkas zu sehen – ich habe mich in den letzten Tagen oft an die Ilias bzw. an die Odyssee erinnert. So wie Odysseus nach dem 10jährigen trojanischen Krieg, weitere 10 Jahre herumgeirrt ist und seine Heimat und Seine geliebte Penelope suchte – während er seine Abenteuer durchlebte, so bin auch ich die letzten Tage herumgeirrt. Auch wenn ich auf meiner Reise keine Kyklopen, Sirenen oder Kirke antraf waren meine Verhinderer der Heimfahrt die Winde und Stürme, nicht nur im Aussen. Oft hatte ich das Gefühl das der Eingang zum Hades ganz in der Nähe liegt. Und so habe ich ja auch tatsächlich Ithaka nicht erreicht – aber das ist ja auch nicht meine Heimat…

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Nach einer seeehhhr seeehhhr langen Überfahrt mit einem Umweg von fast 100Km – ich musste einer Gewitterzelle ausweichen – habe ich späht in der Nacht den Hafen von Crotone erreicht und dort angelegt…

73. + 74. Crotone (Italien) IM708 – Rückreise mit dem Zug nach Sissach via Paola-Roma- Milano (Montag, 02.09.13 und Dienstag, 03.09.13

Hier Bilder von heute Morgen…

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… Ein Lichtblick auf meiner Odyssee…

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Hier liegt er nun, mein Faustino. Fest verzurrt und eingepackt wird er sich in einem sicheren Hafen, die nächsten 30 Tage ausruhen und von den Strapazen der letzten 3Monate erholen…

…Meine Irrfahrt hat, so scheint es, kein Ende gefunden in Crotone. Bis Paola ging ja noch, weil der ausgefallene Zug zuverlässig durch einen Bus ersetzt worden ist. Der Nachtzug nach Rom brauchte dann aber 2 1/2 Stunden länger als geplant und dies im total überfüllten Zwischengang in einem Zug in dem nicht eine Toilette funktionierte…

…Wie auch immer, ich sitze jetzt im Zug von Domodossola nach Olten und nehme an, dass ich dann in rund 1 1/2 Stunden meine Heimat und meine Lieben finden werde…

Als Abschluss für diesen Teil meiner Reise möchte ich Euch, quasi als Schlussfolgerung für die Etappen 01 bis 07, eines meiner Lieblingsbilder von dieser Reise nicht vorenthalten…

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…Alles ist relativ…

 

– Also, ich werde jetzt den Monat September zuhause sein und dann gleich Anfang Oktober die letzten 2 Etappen meiner Reise angehen. Bis dahin wünsche ich Euch allen einen schönen Herbstbeginn und Danke Euch für Euer mitschauen, -fühlen, -fiebern, -denken.

Martin