Etappe 09

Etappe 09 Napoli – Port Saint Louis De Rhone Alleine

 

88.  Napoli TM 607 – Circeo TM 728 (Samstag, 12.10.13)

Abfahrt Napoli 07:30h
gefahrene Km 121 - Total Strecke bisher 6349km
Ankunft Circeo 16:30h

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Auf Wiedersehen Napoli…

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…und bereits nach rund 20km, ganz oben am Golfo di Napoli, flüchtete ich in eine gut geschützte Bucht und wartete auf bessere Bedingungen …

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…welche nach gut 2 Stunden dann auch gegeben waren. Durch den Canale di Procidia (Bild unten) der die Inseln Procidia (im Vordergrund) und Ischia (im Hintergrund) vom Festland trennt…

 

 

… fahre ich Circeo entgegen. Und wieder kreuzt sich mein Weg mit dem von Odysseus der bei San Felice seine Schiffe an Land zog um dort auf dem Monte Circeo bei der Zauberin Circe ein volles Jahr der leiblichen Lust zu frönen, nachdem diese seine Mannschaft erst in Schweine und dann wieder zurückverwandelt hat.

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Die Inselgruppe oben sind die Pontinischen Inseln mit Zannone links, ein paar winzigen die hier auf dem bild gar nicht zu erkennen sind und eben Ponza. dahinter liegt noch Palmarola.

Aber, was ist das für eine Insel? Die ist auf keiner meiner Karten eingezeichnet! Und, was stimmt mit meinem Kompass nicht? laut meinem Kurs müsst ich jetzt direkt San Felice ansteuern und jetzt steht dort eine Insel und weit und breit kein Festland…

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… Diese Zweifel an meiner Navigationsfähigkeit und an der Technik war vor rund 1 1/2 Stunden. Jetzt sieht man – aber auch nur beim genauen hinschauen – was die Verwirrung ausgelöst hat. Das Capo di Circeo ist tatsächlich eine extrem flache Landzunge an deren Spitze der 541m hohen Monte Circeo thront…

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…darunter liegt der Hafen von San Felice.

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89.  Circeo TM 728 – Roma Ostia TM822 (Sonntag, 13.10.13)

Abfahrt Circeo 08:15h
gefahrene Km 97 - Total Strecke bisher 6446km
Ankunft Circeo 16:30h

 

Je weiter ich mich der Hauptstadt nähere, je belebter scheint die Küste zu werden.

 

Etwa auf halber Strecke musste ich eine Zwangspause einlegen – wiedermal die Dieselfilter – und fuhr den Hafen Nettuno an. Ich habe versucht die Filter notdürftig zu reinigen um wenigstens bis Rom zu kommen wo ich die beste Chance sah, Ersatzfilter zu finden…

 

…Hier im Porto Turistico di Roma fand ich dann auch einen Mechaniker der bereit war am Sonntag zu kommen. Der hat sich die Typen aufgeschrieben und versprochen am Montag um 9h die Ersatzfilter zu bringen…

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90.  Roma Ostia TM822 – Elba TM1035 (Montag, 14.10.13)

Abfahrt Rom 11:15h
gefahrene Km 210 - Total Strecke bisher 6656km
Ankunft Elba 20:30h

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…Pünktlich um 10:30h war er dann auch da, der Mechaniker, und hat mir die Filter gleich auch noch gewechselt. Um 11:15h bin ich bereits los gefahren, mit einem ehr ambitionierten Tagesziel von 210km bis Elba.

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Hier bei Civitaveccia beginnt die Toskanische Küste (auf Steuerbord)…

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…und aus Backbord die Toskanischen Inseln, angefangen mit Gianutria (oben) und Giglio (unten). Hier wurde vor zwei Wochen die Costa Concordia wieder aufgerichtet. ((- Niggi und Rolf, wie hiess noch mal der Kapitän? :-) ))

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In diesem Moment, bei Sonnenuntergang sehe ich zum ersten mal ganz kurz rüber nach Korsika…

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…und kurz nach Sonnenuntergang taucht noch eine andere, fast noch berühmtere Insel auf – Montecristo…

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…und vor mir eben Elba. Doch, lasst Euch nicht täuschen Elbe liegt hier noch 2 Stunden entfernt.

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91.  Elba LM0 – Andora LM229 (Dienstag, 15.10.13)

Abfahrt Elba 07:05h
gefahrene Km 229 - Total Strecke bisher 6885km
Ankunft Elba 18:15h

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Bei Elba endet das tyrrenischen- und beginnt das ligurische Meer, deshalb LM0

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Hier direkt vor den Toren zu Portoferraio durfte ich eine erholsame Nacht verbringen. Schade, dass ich nicht länger Zeit habe, hier würde ich bestimmt noch ein paar Tage bleiben…

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…wie auch immer, ich startete ein gutes Stück vor Sonnenaufgang und konnte deshalb bereits um 9h herum den kleinen Hafen Porto Capraia auf der gleichnamigen Insel anfahren um noch etwas nach zu tanken vor der grossen Überfahrt…

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…Es ist dies mein letzter voller Tag unter der Italienischen Gastlandflagge…

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…und dieser kleine Punkt da soll auch meine letzte Delphinsichtung auf meiner Reise bleiben. Sehr Schwerig die auf ein Bild zu kriegen, es war eine stattliche Familie…

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…müde nach über 11 Stunden Reise erreichte ich dann Andora und musst noch eine halbe Stunde draussen warten bis ich in den Hafen einfahren konnte. die waren damit beschäftigt die versandete Hafeneinfahrt wieder frei zu baggern.

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92.  Andora LM229 – Menton Garavan LM287 (Mittwoch, 16.10.13)
und Rückreise nach Sissach

Abfahrt Andora 09:00h
gefahrene Km 58 - Total Strecke bisher 6943km
Ankunft Garavan 15:10h

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Eine Kurze aber ziemlich anstrengende Strecke heute! Schönes Wetter und eine See als würde sie Freudensprünge machen wegen dem schönen Wetter!

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Frankreich…

Und dann war es soweit, vor der Küste von Ventimiglia verlasse ich Italien nach rund 1700km und fahre für die nächsten 1500km nach Frankreich…

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Gleich nach der Grenze in Garavan verlasse ich meine Reise noch einmal und fahre für eine Woche nach Hause. Es ist ja jetzt von hier aus nicht mehr gar so weit.

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93.  Anreise von Sissach nach Garavan (Dienstag, 22.10.2013)

 

94.  Garavan MM0 – Bormes les Mimosa MM129 (Mittwoch, 23.10.13)

Abfahrt Garavan 11:00h
gefahrene Km 129 - Total Strecke bisher 7072km
Ankunft Bormes 18:15h

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Auch wenn ich streng genommen meine ganze Reise lang auf dem Mittelmeer gefahren bin, benütze ich mangels besserer Bezeichnung ab jetzt MM für Mittelmeer, weil hier eben das Ligurische Meer wieder endet.

Monaco…

…gleich um die Ecke liegt Monaco. Wenn ich dies dazuzähle, wäre es der 13te Staat den ich auf meiner Reise befahren habe. Kaum zu glauben, dass auf diesem Bild ein ganzes Land platz hat…

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…und noch eine Ecke weiter liegt Nizza wohin ich schnellstens geflüchtet bin, wegen dem Wetter. Ich bekam die Erlaubnis für 2 1/2 Stunden hier zu verweilen.

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Das Wetter wurde dann auch wieder etwas besser…

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…und nach Nizza folgte die Insel Sainte Marguerite und eben die ganze Französische Riviera von der ich wetterbedingt kaum ein gutes Bild habe…

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…ein gutes Bild habe ich aber denn noch…

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…Das Bild zeigt zwei praktisch identische winzig kleine Inselchen – Vergrössert dies mal…

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Kurz vor meinem Tagesziel tauchen dann, quasi aus den Wolken die “Ile du Levante” auf, die östlichste der Iles d’Hyères.

 

95.  Bormes les Mimosa MM129 – Port Saint Louis Du Rhône MM275
(Donnerstag, 24.10.13)

Abfahrt Bormes 11:00h
gefahrene Km 146 - Total Strecke bisher 7218km
Ankunft Port Saint Louis Du Rhône 17:30h

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Mit sehr grosser Vorfreude auf einen etwas ruhigeren Reiseabschnitt, habe ich heute den letzten Abschnitt Meer auf meiner Reise in Angriff genommen. Ich muss gestehen, dass ich genug habe davon für den Moment und ich freue mich wieder auf die Gemächlichkeit des Flusses.

In einer der nächsten Golfe liegt Toulon mit dem grossen, militärischen Marinehafen von Frankreich. Ich musste mich hier ziemlich weit von der Küste entfernen weil auf meiner Karte ein militärisches Übungsgebiet eingetragen war…

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…Als dann dieses Ding da urplötzlich aufgetaucht ist, wusste ich dann auch warum…

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…Und hier an der letzten Landzunge beim einbiegen in den Golf von Marseille wurde es noch einmal richtig ungemütlich. Es war als wollte mir die See noch ein letztes mal vor Augen führen wie klein ich eigentlich bin mit meinem “grossen Schiff”…

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…mit buchstäblich den letzten Kräften, vor allem von Faustino, durchquerten wir das riesige Hafengebiet von Marseille…

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…und retteten uns in den Hafenkanal…

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…und schlussendlich in den Hafen.

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Von hier aus trennen uns nur noch rund 200 Meter Land vom ersehnten Binnengewässer…

 

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…und diese Schleuse.

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4130 Kilometer Meer haben mich auf viele Arten tief beindruckt – mehr kann ich dazu nicht sagen! Ausser vielleicht dies:

“Es scheint mir unmöglich, alleine übers Meer zur reisen ohne sehr ehrfürchtig, spirituell oder in irgend einer Form sogar gläubig zu werden!”